Versicherung

Wer sich ehrenamtlich engagiert, denkt zunächst natürlich an Dinge wie "anderen helfen", "etwas Sinnvolles tun", "seinen Horizont erweitern" oder "Spaß haben". Für den Fall der Fälle gilt es allerdings, Vorkehrungen zu treffen, z.B. wenn man sich bei der ehrenamtlichen Tätigkeit selbst verletzt, Gegenstände zu Schaden kommen oder anderen Personen Schaden zugefügt wird. Die finanziellen Folgen dieser Risiken könnten unter Umständen erheblich sein und sollten abgesichert werden, sodass die Ehrenamtlichen diese nicht privat tragen müssen.

Es gibt insbesondere zwei Versicherungen, die bei der ehrenamtlichen Tätigkeit gewährleistet sein sollten:

  • Die Unfallversicherung schützt gegen Risiken, die aus den Folgen von Unfällen der Ehrenamtlichen entstehen können.
  • Die Haftpflichtversicherung schützt gegen finanzielle Risiken, die aus dem Schaden, den Ehrenamtliche anderen Personen oder Gegenständen zufügen, entstehen können.

Ausführliche Informationen zum Versicherungsschutz Ehrenamtlicher enthält auch die Broschüre Sicher engagiert (bedingt barrierefrei) der Initiative "für mich, für uns, für alle".

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales hat alle wichtigen Informationen zum Thema Unfallversicherung ebenfalls in einer Broschüre (barrierefrei) zusammengefasst.

Für nicht in Vereinen und Verbänden, sondern in Initiativen organisierte ehrenamtlich Tätige bietet das Land mit dem Abschluss einer Sammelversicherung eine zusätzliche Haftpflicht- und Unfallversicherung, um einen lückenlosen Versicherungsschutz für alle ehrenamtlich tätigen Menschen in Sachsen-Anhalt zu gewährleisten.

Versicherungsschutz für bürgerschaftlich Engagierte (nicht barrierefrei)

Hinweise

Für freiwillig Tätige ist es wichtig, dass sie sich in der Einrichtung oder dem Verein, wo sie engagiert sind, bei ihrer Ansprechpartnerin oder ihrem Ansprechpartner vergewissern, dass alles Notwendige in die Wege geleitet ist, damit sie im Falle des Falles abgesichert sind. Am besten ist es, sich zu Beginn der freiwilligen Tätigkeit zu informieren über

  •     die zuständige Versicherung
  •     den Umfang der Leistungen im Schadensfall
  •     das Verfahren der Schadensmeldung (Wem ist wann was zu melden?).

Günstig ist eine mündliche, besser sogar schriftliche Vereinbarung über die Ausübung der freiwilligen Tätigkeit, da zweifelsfrei nachgewiesen werden muss, dass man tatsächlich im Auftrag der Einrichtung gehandelt hat bzw. unterwegs war, als der Unfall passiert ist.